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In Kitas die Weichen für später stellen



Foto (von links nach rechts):
Erzieherin Sabine Noreiks, Präsidentin Dr. Celia König und Dr. Roland Lepold vom Lions-Club Freudenstadt, sowie Referentin Manuela Wagner vn der Deutschen Liga für das Kind und Gastgeberin Yvonne Schweiker vom Waldkindergarten der Stiftung Eigen Sinn. Die Puppen Tim und Tula begleiten die Kinder durch das Programm. Eingeladen hatte der Lions-Club Freudenstadt, der das Einstiegsmodul des Lions-Jugendprogramms Kindergarten plus ideell unterstützt und Schulungskosten von rund 4.000 Euro trägt.

Elf Erzieherinnen ließen sich am vergangenen Samstag von Manuela Wagner von der Deutschen Liga für das Kind im Rahmen des Programms „Kindergarten plus“ weiterbilden. Diese Fortbildung wird vom Lions-Club Freudenstadt organisiert und gesponsert.

Freudenstadt. Am vergangenen Samstag trafen sich elf Erzieherinnen von vier Kindergärten in der Kinderwerkstatt der Stiftung Eigen Sinn zur ersten Weiterbildung „Kindergarten plus“, um sich von Manuela Wagner für das vom Lions-Club Freudenstadt unterstützte Programm „Kinderarten plus“ schulen zu lassen.

Mit Kindergarten plus hält somit ein weiteres Förderprogramm der Lions Einzug im Landkreis Freudenstadt, um die Persönlichkeit und Kompetenzen von Kindern in frühester Jugend zu stärken. In der ersten Runde ist der Waldkindergarten Eigen Sinn, der Kindergarten Schatzkiste, der Berta-Huss Kindergarten in Freudenstadt sowie die Kita in Fischingen mit dabei. Weitere Kindergärten folgen dann im Herbst.

„Uns ist es wichtig, die Kinder von frühester Jugend bis zum Eintritt in den Beruf zu begleiten und mit dem notwendigen Rüstzeug auszustatten“, erklärt Dr. Roland Lepold vom Lions-Club Freudenstadt der das Projekt „Kindergarten plus“ als Pate und Ansprechpartner betreut. Er bedankte sich bei allen Teilnehmerinnen für ihr großes Engagement und ihre spontane Bereitschaft, am arbeitsfreien Samstag diese ganztägige Schulung zu besuchen.
Neben dem neuen Pilotprojekt „Kindergarten plus“ gehört „Klasse 2000“ zu den langjährigen Aktivitäten der Lions, welches sich an Kinder in der ersten bis zur vierten Klasse richtet. Bereits 1991 wurde Klasse 2000 am Klinikum Nürnberg entwickelt. Bis heute hat dieses Programm über 1,8 Millionen Kinder in Deutschland erreicht und ist das bundesweit größte Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. Möglich ist diese große Verbreitung nur, weil sich die Lions Clubs als Unterstützer und Multiplikator engagieren.

Ein weiterer Baustein in Sachen Fortbildung welches von den Freudenstädter Lions seit Jahren unterstützt wird, ist das von allen Kultusministerien anerkannte Schulungsprogramm Lions-Quest. Es richtet sich hierbei speziell an Lehrer/innen, sowie an Sozialpädagogen und Sozialpädagoginnen im Umgang mit erwachsen werdenden Jugendlichen.
Damit Kinder ihre geistigen Potentiale entfalten und nutzen können, brauchen sie eine starke Persönlichkeit. Neben der kognitiven steht daher die soziale und gefühlsbezogene Intelligenz im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die entscheidenden Grundlagen emotionaler und sozialer Intelligenz werden im frühen Kindesalter gelegt.

Das von der Deutschen Liga für das Kind entwickelte Bildungs- und Präventionsprogramm Kindergarten plus fördert die emotionale, soziale und geistige Bildung vier- und fünfjähriger Kinder in Kindertageseinrichtungen. Seit 2020 stehen auch Methoden und Materialien für Zwei- und Dreijährige zur Verfügung. Unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten der Kinder werden die für den Lernerfolg im Kindergarten und im späteren Leben unverzichtbaren Basisfähigkeiten gestärkt und entwickelt: Selbst- und Fremdwahrnehmung, Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit.

Mit Kindergarten plus werden die Kinder in Spielen, Übungen, Gesprächen, Liedern und mittels kreativer Methoden angeregt, Körperbewusstsein zu entwickeln, die eigenen Sinne zu erfahren, Gefühle bei sich und anderen wahrzunehmen und zu benennen, Kompromisse zu schließen und Konflikte gewaltfrei zu lösen.

Zwei Handpuppen begleiten die 4- und 5-jährigen Kinder durch das Programm: Tula und Tim. Für die jüngeren Kinder stehen Biegepüppchen zur Verfügung. Zu dem Einstiegspaket für die Kindergärten gehören vielfältige pädagogische Materialien, ein vorbereitender Seminartag sowie ein, an die Durchführung vor Ort anschließender, Reflexionstag und ein Servicepaket, das neben einem E-Learning-Modul die Begleitung der Kitas bis zum Zertifikat hin beinhaltet. Die Eltern werden in das Programm einbezogen. Sie erhalten schriftliche Informationen, Spiel- und Gesprächsanregungen zu den Themen sowie eine Lieder-CD und ein das Gefühlsplakat mit Spiegel.

Kindergarten plus wird bundesweit in mehr als 2.300 Kindertageseinrichtungen durchgeführt und über 10.000 pädagogische Fachkräfte wurden geschult. Im Zuge der wissenschaftlichen Evaluation des Programms wurde deutlich, dass sich die sozialen Kompetenzen der teilnehmenden Kinder im Vergleich zu einer Kontrollgruppe signifikant verbessert haben. Die Verbesserungen zeigten sich in einer Zunahme ihres prosozialen Verhaltens, in einer Abnahme ihrer sozialen Impulsivität sowie in einer tendenziellen Abnahme der Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen, besonders bei Kindern mit Belastungen. Die emotionalen Kompetenzen der Kinder verbesserten sich ebenfalls im Hinblick auf die Abnahme ihrer externalisierenden Verhaltensauffälligkeiten. Kindergarten plus wird in der vom Landespräventionsrat Niedersachsen herausgegeben „Grünen Liste Prävention“ als „effektiv“ geführt und hat das PHINEO „Wirkt! Siegel“ erhalten. Kindergarten plus ist Bestandteil des Jugendprogramms der Deutschen Lions unter Schirmherrschaft der Bundesdrogenbeauftragten. Fast 300 Lions Clubs haben das Programm in den letzten Jahren gefördert.

Die gemeinnützige Deutsche Liga für das Kind gehört zu den führenden Verbänden in Deutschland, wenn es um den Einsatz für das Wohl und die Rechte von Kindern in den ersten sechs Lebensjahren geht. Zu den Mitgliedsverbänden gehören wissenschaftliche Gesellschaften, kinderärztliche und psychologische Vereinigungen, Familien- und Jugendverbände und zahlreiche Lions Clubs. Die Liga hat sich 2015 Der „Initiative transparente Zielgesellschaft“ angeschlossen.

Der Lions Club Freudenstadt fördert diese erste Welle des Fortbildungsprogrammes, das sich über das die nächsten 10 Monate erstrecken wird, mit 4.000 EUR. Aufgrund der regen Nachfrage ist bereits eine zweite Welle mit Start im Spätherbst geplant.

Weitere Infos:
https://www.kindergartenplus.de
https://www.lions-quest.de
https://www.klasse2000.de

Club Info

Gründung: 20. Oktober 1954

Charter: 15. Januar 1955

Gründungspate: LC Stuttgart

Patenschaft: LC Horb, 1976

Distrikt: 111 SN (Region II - Zone 5)

Clubnummer: 21804

Jumelage: Soissons/Frankreich

Präsident: Dr. Roland Lepold

Clublokal: HOTEL FRITZ, Freudenstadt

Clubabende an jedem 3. Freitag im Monat 19.30 Uhr

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